Smiha Gorge
Hoher Atlas
Die Smiha-Schlucht ist einer der weniger bekannten Schätze des Hohen Atlas, ein tiefer Einschnitt im Kalksteinmassiv östlich des Ourika-Tals, der diejenigen, die die Reise auf sich nehmen, mit echter Einsamkeit und roher Bergschönheit belohnt. Anders als die berühmten Schluchten von Dadès und Todra empfängt Smiha nur eine Handvoll Besucher pro Woche. Der Zugang erfolgt über eine raue Schotterpiste, die sich durch wacholderbestandene Hügel und an verstreuten Berber-Gehöften vorbeischlängelt, bevor sie in die Schluchtmündung hinabführt, wo die Wände auf beiden Seiten abrupt auf 200 Meter ansteigen.
Der Weg folgt dem Bach, der die Schlucht geformt hat, und schlängelt sich durch einen Korridor aus poliertem Gestein, wo das Licht von strahlendem Weiß mittags zu tiefem Indigo am späten Nachmittag wechselt. Abschnitte des Pfades erfordern vorsichtigen Tritt über Geröll und glatten, wassergeschliffenen Stein, aber es gibt keine technischen Passagen. Die Schlucht öffnet und schließt sich in einer Reihe von Kammern, jede mit ihrem eigenen Mikroklima – eine kann mit Moosen und Farnen behangen sein, die nächste trocken und hallend von den Rufen der darüber kreisenden Habichtsadler.
Nahe dem Eingang suchen Sie nach alten Petroglyphen, die in flache Felsbrocken geritzt sind – Steinböcke, geometrische Muster und was wie Jagdszenen aussieht, die von Hirtenvölkern eingraviert wurden, die vor Jahrhunderten durch diese Täler zogen. Es gibt keine Einrichtungen, Geländer oder markierten Wege jenseits der Hauptschluchtlinie. Dies ist Wildniswandern im wahrsten Sinne des Wortes. Nehmen Sie eine GPS-Karte oder Offline-Karte mit, bringen Sie Ihr gesamtes Wasser mit (der Bach muss aufbereitet werden) und teilen Sie jemandem Ihre Reiseroute mit, bevor Sie aufbrechen.
Höhepunkte
- Tiefe, enge Schlucht mit senkrechten Felswänden im zentralen Hohen Atlas
- Abgelegene Lage mit weit weniger Besuchern als die Dades- oder Todra-Schluchten
- Ganzjährig fließender klarer Gebirgsbach durch den Schluchtboden
- Hervorragender Vogelbeobachtungsplatz für Berberhuhn und Greifvögel
- Alte Felszeichnungen (Petroglyphen) auf Felsbrocken nahe dem Schluchteingang
- Wilde, unberührte Landschaft ohne kommerzielle Erschließung
Besonderheiten
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